Ungarn will 2015 eine Internetsteuer einführen

Steuern sind wohl den meisten Menschen mehr oder weniger ein Dorn im Auge, werden jedoch gemeinhin akzeptiert, schließlich dienen die Abgaben zur Finanzierung des Staatswesens und nationalen Infrastruktur. Für das öffentlich-rechtliche Gemeinwesen ist die Erhebung von Steuern unerlässlich und somit von großer Bedeutung. Wie der aktuellen Presse zu entnehmen ist, geht Ungarn nun einen Schritt weiter und will 2015 eine vollkommen neue Steuer einführen. Dabei soll es sich um die sogenannte Internetsteuer handeln, die laut „welt.de“ schon jetzt großen Unmut in der ungarischen Bevölkerung auslöst.

Ungarische Regierung setzt auf Internetsteuer

Medienberichten zufolge setzt die ungarische Regierung auf eine neue Internetsteuer und will ein entsprechendes Gesetz verabschieden, das im kommenden Jahr zum Einsatz kommen und die Datenübertragung über das Internet besteuern soll. Demnach sollen pro Gigabyte 150 Forint beziehungsweise rund 0,49 Euro fällig werden, die dem vorlegten Haushaltsentwurf entsprechend als Abgabe für Internetanbieter konzipiert werden soll.

Die Einführung der Internetsteuer begründet die Regierung Ungarns damit, dass die moderne Kommunikationstechnik einen großen Wandel durchlebt habe. Demnach sei auch eine Anpassung des Steuersystems erforderlich. Die Regierung geht im Zuge dessen von Mehreinnahmen in Höhe von rund 20 Milliarden Forint aus. Tatsächlich dürfte die Internetsteuer 2015 angesichts des starken und wachsenden Datentraffics in Ungarn weitaus mehr in die Kassen spülen und könnte sich durchaus auf 200 Milliarden Forint (etwa 651 Milliarden Euro) belaufen.

Gegenwärtig erhebt sich Widerstand gegen die für das kommende Jahr geplante Internetsteuer. Die ungarische Opposition übt scharfe Kritik an dem Vorhaben und auch die ungarische Vereinigung für Informations- und Kommunikationstechnologie warnt vor den negativen Auswirkungen einer Internetsteuer. So könnte die Internetnutzung in Ungarn rapide abnehmen.

Share Button

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.