Ist das Internet am Ende?

Das Internet ist eine der wichtigsten Errungenschaften der letzten Jahrzehnte und hat sich von einem rein wissenschaftlichen Netzwerk zu einer der führenden Kommunikationsplattform der Menschheit entwickelt. Dabei geht es längst nicht mehr nur um den Informationsaustausch in Form direkter Kommunikation per Chat, E-Mail oder Videotelefonie, sondern unter anderem auch um die Informationsrecherche, virtuelle Unterhaltung, Online-Shopping und Teilhabe an sozialen Netzwerken. Aus dem heutigen Alltag ist das Internet längst nicht mehr wegzudenken. Allein die Vorstellung, das Internet könnte eines Tages am Ende sein, erscheint unmöglich und würde das alltägliche Leben vollkommen auf den Kopf stellen. 

Das Internet könnte zerbrechen

Für die meisten Menschen ist der Zugang zu Online-Medien ebenso wie das virtuelle Einkaufen längst zu einer Selbstverständlichkeit geworden, auf die man auf keinen Fall mehr verzichten kann beziehungsweise will. Die technischen Möglichkeiten des Internets will wohl niemand mehr missen. Die Warnung von Google-Chef Eric Schmidt, dass das Internet zerbrechen könne, erscheint da einerseits unwahrscheinlich und andererseits beängstigend.

Schmidt macht vor allem die Spionage durch Geheimdienste wie die NSA für die Gefährdung des Internets in seiner heutigen Form verantwortlich. Der NSA-Skandal habe das Vertrauen in US-amerikanische IT-Konzerne bei vielen Verbrauchern zutiefst erschüttert, so dass in einigen Ländern Bestrebungen existieren, Daten im Inland zu speichern, was einen Widerspruch zum Konzept des Internets als globales Netz darstellt. Dass sich viele US-amerikanische Internetfirmen gegen die NSA-Überwachung zur Wehr setzen und schon früh gegen diese Maßnahmen der US-Regierung vorgingen, ist nicht verwunderlich, schließlich drohen sie so ihre international führende Stellung zu verlieren. Medienberichten zufolge zeigte sich die Regierung kompromissbereit und gestand den Unternehmen mehr Transparenz im Umgang mit den Überwachungsmaßnahmen zu.

Technisch ist ein Zerbrechen des Internets kaum möglich, weil dieses selbst einen Atomangriff überstehen dürfte. Die Massenüberwachung der NSA hat allerdings das Vertrauen der Nutzer weltweit erschüttert, was die Existenz des WWW in seiner heutigen Form mitunter durchaus gefährden könnte.

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One Comment

  1. Schöner Beitrag, der einen nachdenklich werden lässt: Eine Welt ohne Internet ist heutzutage schlichtweg nicht mehr vorstellbar. Das wichtigste Kommunikations- und Informationsmedium auf einen Schlag weg? Das käme einem Rückschritt in die Steinzeit gleich. Du sprichst auch einen anderen wichtigen und interessanten Punkt an: Der neue und sich zukünftig noch stärker wandelnde Umgang mit dem Internet. Die User werden sich zunehmend bewusster, welche (persönlichen) Information ins Netz gehören und welche lieber nicht. Ich bin gespannt, in wie die Zukunft aussieht …

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